Heute ist der grosse Tag – Familienzeit
2. April 2025 – Familienzeit Initiative offiziell lanciert
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Schwyz, 2. April 2025 – Die Familienzeit-Initiative wurde heute Mittwoch in Bern offiziell lanciert. Mitten im Geschehen: Der Schwyzer Nationalrat Dominik Blunschy, der für das zentrale familienpolitische Anliegen breite parteiübergreifende Unterstützung erhält. Schwyzer Persönlichkeiten aus verschiedenen politischen Lagern haben sich zu einem kantonalen Komitee zusammengeschlossen, um die Initiative aktiv zu unterstützen.
Vertreterinnen und Vertreter der Kantonalparteien Mitte Schwyz, Mitte Frauen Schwyz, SP Schwyz, GLP Schwyz, GLP Frauen Schwyz sowie der Grünen Schwyz haben sich heute zu einem überparteilichen Komitee zusammengeschlossen, um die Familienzeit-Initiative aktiv zu unterstützen. Ein erster Sammeltag findet am kommenden Samstag, 5. April 2025 in Ibach statt. Die Komiteemitglieder sind sich einig: Es ist höchste Zeit für die Einführung einer paritätischen Elternzeit. Interessierte Personen sind herzlich eingeladen, sich bei den Mitte Frauen Kanton Schwyz zu melden, welche die Koordination des Komitees übernehmen.
Ein neues Generationenwerk
Die Schweiz befindet sich im gesellschaftlichen Wandel: Die Bevölkerung wird älter, immer mehr Menschen beziehen eine Rente, während gleichzeitig die Geburtenrate auf ein Rekordtief von 1,3 Kindern pro Frau sinkt. In zahlreichen Branchen verschärft sich der Fachkräftemangel. Die mittlere Generation trägt dabei die Hauptlast: Sie finanziert als Erwerbstätige die Sozialwerke, zieht die nächste Generation gross und betreut oft gleichzeitig pflegebedürftige Angehörige. Die Familienzeit-Initiative will diesen Herausforderungen mit einem neuen Generationenwerk begegnen – einem System, das erwerbstätigen Eltern die nötigen Rahmenbedingungen bietet, um Beruf und Familie besser zu vereinen und damit die Gesellschaft als Ganzes zu stärken.
Vorzüge einer Familienzeit
Die Familienzeit-Initiative fordert eine bezahlte Elternzeit von je 18 Wochen pro Elternteil, die grundsätzlich alternierend zu beziehen ist. Eine fair ausgestaltete Elternzeit erleichtert Müttern den Wiedereinstieg ins Berufsleben – schneller und mit einem höheren Pensum. So hilft sie, das Fachkräftepotenzial besser zu nutzen und wirkt dem geschlechtsspezifischen Lohngefälle entgegen. Besonders wichtig: Die Initiative sieht für Eltern mit tiefem Einkommen eine hundertprozentige EO-Entschädigung vor – so wird Elternzeit für alle möglich, unabhängig von der finanziellen Ausgangslage. Zugleich sorgt das Modell für faire Bedingungen im Arbeitsmarkt, indem es kleine und grosse Unternehmen gleichermassen in die Pflicht nimmt und ihnen damit die gleichen Spiesse bietet.
Nationalrat Dominik Blunschy, Mitte Schwyz: «Die Familienzeit-Initiative ist ein Gebot der wirtschaftlichen Vernunft: Sie hilft, das Fachkräftepotenzial besser zu nutzen, reduziert Erwerbsunterbrüche und erleichtert Frauen die Rückkehr in den Beruf. Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel können wir es uns nicht leisten, auf gut ausgebildete Eltern zu verzichten.»
Karin Steinegger, Co-Präsidentin, Die Mitte Frauen Kanton Schwyz: «Eine paritätische Elternzeit ist ein entscheidender Schritt für die Gleichstellung. Sie entlastet Frauen, fördert ihren beruflichen Wiedereinstieg und sorgt dafür, dass Care-Arbeit fairer verteilt wird.»
Bildlegende:
Das kantonale Komitee für die Familienzeit-Initiative:
Hintere Reihe von links: Christian Schönbächler, Die Mitte, Kantonsrat Jonathan Prelicz, SP, Karin Steinegger, Mitte Frauen, Philipp Ryser, SP, Nationalrat Dominik Blunschy, Die Mitte
Vordere Reihe von links: Roger Suter, Grüne, Gabriela Bär Ritter, GLP Frauen, Miriam Blunschy, Mitte Frauen, Philipp Ritter, GLP, Kantonsrätin Ruth von Euw, GLP.